Fachartikel

Braucht die Wirtschaftsethik eine „moralische Motivation“?

Im interdisziplinären Diskurs zwischen Ethik und Ökonomik spielt die „moralische

Motivation“ eine bedeutende, gleichwohl theoretisch völlig ungeklärte, Rolle. Die ökonomischen Rekonstruktionen gründen moralische Normen auf Vorteilserwartungen. Dies

führt zu erheblichen Bedenken auf Seiten der philosophischen Ethik. Philosophen stellen die

Gretchen-Frage: Gibt es eine moralische Motivation? Wer diese Frage bejaht, wird von den

Philosophen als Ethiker akzeptiert, wer sie verneint, wird als „Ökonomist“ eingestuft, der die

moralische Substanz der abendländischen Tradition auf bloßes Vorteilsstreben „reduziert“

und damit den normativ garantierten Zusammenhalt der Gesellschaft auflöst.
Artikel
2005
Fachbereich
Wirtschaftsethik
Fachrichtung
Wirtschaftsethik
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