Fachartikel

Internationale Öffentliche Güter – Ein neues Paradigma der Entwicklungspolitik?

Dieser Beitrag untersucht, inwiefern das Konzept „Internationaler Öffentlicher Güter“ geeignet ist, einen Paradigmawechsel zu unterstützen, der sich als Übergang von Entwicklungshilfe zu Entwicklungszusammenarbeit beschreiben ließe. Im Unterschied zur internationalen Diskussion, die immer noch von „development aid“ spricht, ist der Begriffswechsel in der deutschen Diskussion längst vollzogen. Aber auch hier hinkt die Realität der Semantik noch hinterher. Der Grund dafür ist letztlich konzeptioneller Natur. Die Argumentation wird in drei Schritten entwickelt. Zunächst wird das konzeptionelle Problem der Entwicklungshilfe aus wirtschaftsethischer Perspektive (Abschnitt 2) skizziert. Sodann wird ein, in der neueren Literatur prominenter Ansatz untersucht, der versucht, im Rekurs auf die Kategorie der „Internationalen Öffentlichen Güter“ zu einer konzeptionellen Klärung des Verhältnisses zwischen Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit beizutragen (Abschnitt 3). Hierauf aufbauend wird erläutert, dass unterschiedliche Arten „Internationaler Öffentlicher Güter“ sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen über einen Ressourcentransfer von reichen zu armen Ländern nahe legen (Abschnitt 4). Der Beitrag endet mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Ausblick auf offene Fragen.
Autor
Prof. Dr. Ingo Pies
Stefan Hielscher
Disccussion Paper
2005
Fachbereich
Wirtschaftsethik
Fachrichtung
Wirtschaftsethik
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